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Islamunterricht in Hessen verunsichert noch viele

Datum: 07. März 2013

Im Lindener Ausländerbeirat für die Umsetzung Verantwortliche eingehend befragt

Über die Einführung des islamischen Religionsunterrichts in Hessen zum kommenden Schuljahr 2013/14 wollte sich der Ausländerbeirat der Stadt Linden ein umfassendes Bild machen und hatte dazu Vertreter der türkischen Moscheengemeinschaft Ditib (Landesverband Hessen) und der Glaubensgemeinschaft Ahmadiyya Muslim eingeladen, mit deren Hilfe das Kultusministerium den bekenntnisorientierten Islamunterricht nun nach jahrelanger Debatte zunächst als Projekt an 25 Grundschulen einführen will.

Allerdings hatte der Ditib-Vertreter zuvor bereits dem Ausländerbeiratsvorsitzenden Dr. Ehsan Sadeghian abgesagt. Seitens der in Gießen vertretenen Ahmadiyya Muslim Jamaat (Anm.: Jamaat heißt Gruppe, Gemeinde) war Anwar du-din gemeinsam mit dem für Bildungsangelegenheiten verantwortlichen Islamwissenschaftler Mohammad Luqman von der Deutschlandzentrale in Frankfurt gekommen. Wie Luqman bei seiner Vorstellung ausführte, sieht das deutsche Grundgesetz in Artikel 7 vor, dass an deutschen Schulen Unterricht verschiedener Religionen angeboten werden kann. Zwei Gruppen, die Ditib und die Ahmadiyya, aus Hessen haben sich um die Anerkennung des islamischen Unterrichts beworben. „Es war ein langer und schwieriger Weg. Die Ahmadiyya-Gemeinde ist die drittstärkste islamische Richtung und hat ihren Ursprung in Indien vor 120 Jahren.“ Beide islamische Gruppierungen hätten den Zuschlag erhalten. „Konkret heißt das, dass der islamische Religionsunterricht denselben Status erhält wie der evangelische und katholische Religionsunterricht. Die Lehrinhalte des islamischen Religionsunterrichts werden die „5 x 6 Formeln“ bis zur vierten Klassenstufe, die fünf Säulen des Islam und die sechs Glaubensartikel sowie die Prophetengeschichten enthalten“, so Lugman. Als Lehrer, die diesen Unterricht abhalten sollen, würden in einer Übergangsphase bereits verbeamtete Lehrer muslimischen Glaubens auftreten. Diese würden zuvor in einer einjährigen Fortbildung vorbereitet. Seit fast zwei Jahren wird dies auch als Studium an der Gießener Justus-Liebig-Universität angeboten (der Anzeiger berichtete).

Grundvoraussetzungen für Schulen, die Islamunterricht anbieten möchten, sind mindestens acht teilnehmende Schüler. Die Teilnahme sei ebenso versetzungsrelevant wie beim christlichen Religionsunterricht. In Hessen werden die Schulämter über die Einführung des islamischen Religionsunterrichts informiert und werden den islamischen Religionsunterricht in den Anfängen auch begleiten.

„Allerdings wurde festgestellt, dass dies leider nicht bei allen Ämtern angekommen ist und die Schulleiter auf Ansprache darüber sehr erstaunt waren. Nun muss festgestellt werden, wo dieser Unterricht an welchen Schulen möglich ist, wo die Kapazität der Kinder vorhanden ist“, so Luqman.

Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Altenheimer wollte Zahlen hören. Luqman verwies auf 15 000 Mitglieder der Ahmadiyya. Der angehende Bürgermeister Jörg König wollte wissen, ob die Ausprägungen des Islam Berücksichtigung fänden. Luqman unterstrich dazu, dass die Grundlehren des Islam alle gleich sind und sich hier grundsätzlich die größten Gemeinden geeinigt hätten. Nachdem Ausschussvorsitzender Sadeghian das Thema als sehr kompliziert bezeichnete, wollte FW-Fraktionsvorsitzender Hans Bausch wissen, ob der islamische Religionsunterricht in Deutsch abgehalten und ob dieser auch einheitlich sein werde. „Wenn man sich islamische Länder in der Welt betrachtet, die so hart gegeneinander vorgehen und hier soll alles einheitlich laufen, wirft das für mich doch einige Fragen auf.“ Luqman versicherte, dass der Unterricht auf jeden Fall in Deutsch abgehalten wird. Das Bekriegen in den islamischen Ländern sei jedoch nur die Ausnahme und nicht üblich. „Extremistische Gruppen gibt es auf beiden Seiten.“
Bausch wollte wissen, wie es sich mit dem Islamunterricht in der Oberstufe verhält. Luhgman entgegnete, dass die Ausarbeitung für die Sekundarbereiche I und II noch nicht abgeschlossen sei. Das Ausländerbeiratsmitglied Abraham Abrahamian meinte, dass er alle Religionen respektiere, jedoch keinesfalls außer Acht lassen werden wolle, dass es sich bei Deutschland um ein christliches Land handelt. „Nun will eine Gruppe Muslime kommen und sich mit der evangelischen und der katholischen Kirche gleichstellen. Jeder weiß, dass in einem islamischen Land an oberster Stelle der Islam steht, dann kommen alle anderen Religionen. Man sollte in Deutschland nicht versuchen, unsere Demokratie in Gefahr zu bringen“, so Abrahamian, dem Luqman das Grundgesetz entgegenhielt. Altenheimer verwies darauf, dass Hessen sich für diesen Weg entschieden habe und der Bedarf vorhanden sei. „Und wenn dieser eingeführt wird, steht dieser selbstverständlich unter derselben Kontrolle wie auch der christliche Religionsunterricht.“

Hinweis: Dieser Inhalt ist lediglich ein Verweis auf einen extern (nicht auf dieser Website) veröffentlichten Medienbericht. Die Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland übernimmt in inhaltlichen Angelegenheiten zu diesem Artikel keine Verantwortung.

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