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Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen
Muslime, die an den Verheißenen Messias und
Imam Mahdi, Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad
Qadiani (as), glauben.

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Muslime, die an den Verheißenen Messias und Imam Mahdi,
Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad Qadiani (as), glauben.
Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen

Brücke zwischen den Kulturen bauen

Datum: 18. Februar 2013

Oftersheim. Vieles kennt Adnan Ranjah nur von den Erzählungen seiner Eltern und seiner älteren Geschwister. "Denn eigentlich fühle ich mich eher Deutsch. Ich kann mir nicht vorstellen, längere Zeit in Pakistan zu leben", gesteht der 23-Jährige. Doch genau dort, in Südasien, liegen die Wurzeln des jungen Mannes. Seine Familie stammt aus Rabwah, hat Pakistan jedoch schon 1988 verlassen - da war Adnan Ranjah noch nicht einmal geboren.

"Wir sind Ahmadiyya-Muslime", erzählt der Oftersheimer. Muslime, die in Pakistan nicht geduldet, ja gar verfolgt werden. "Wir wollen die Lehre des Islam so darstellen, wie sie wirklich ist. Das Bild, das auf der ganzen Welt vom Islam verbreitet ist, ist einfach falsch, weil viele Muslime den Koran falsch auslegen", erklärt der Student, der im Islam eine Religion sieht, die für Frieden steht. Der religiöse Konflikt war letztendlich ausschlaggebend dafür, weshalb Familie Ranjah ihrer Heimat vor 25??Jahren den Rücken gekehrt hat.
Als Nicht-Muslime eingestuft

Wenn man den Ausführungen des jungen Mannes lauscht, scheint es einem unbegreiflich, wie solche Konflikte heute noch Nährboden finden. "Wir glauben, dass Mirza Ghulam Ahmad, der Gründer der Ahmadiyya-Gemeinschaft, der verheißene Messias ist, während die anderen Muslime sagen, dass es keinen Propheten geben darf", nennt Adnan Ranjah den Grund, weshalb es in Pakistan bis heute einzelne vom Staat organisierte Verfolgungen gibt, die bisher 200 Todesopfer forderten. "Die Ahmadiyya-Muslime wurden 1974 sogar vom Parlament aus als Nicht-Muslime eingestuft, das steht sogar im Pass", sagt der aufgeschlossene junge Mann mit einem Kopfschütteln.

Adnan Ranjah weiß viel über seine Vergangenheit und über sein Land, obwohl er selbst erst dreimal dort gewesen ist. Das liegt mitunter an seinem Studium am Institut für Theologie und Sprachen in Riedstadt, wo er unter der Woche in einer WG lebt. Als Imam möchte er später einmal Brücken schlagen - zwischen den hier lebenden Muslimen und den Deutschen. Denn mit einem Konflikt zwischen den beiden Kulturen hatte der Oftersheimer nie zu kämpfen. Er ist voll und ganz in die Gesellschaft integriert, auch wenn er bis zu seinem dritten Lebensjahr nur Urdu, die Amtssprache Pakistans, gesprochen hat. Deutsch kam erst im Kindergarten hinzu. "Ich kann mich nicht erinnern, dass mir das schwergefallen ist", so der Oftersheimer. Mit seinen älteren Brüdern Ehsan und Pezwan sowie seiner Schwester Samina habe er zu Hause immer Deutsch gesprochen, "auch, damit die Eltern nicht alles verstehen", sagt er lachend.

Das Wohnzimmer von Adnan und seinem Vater Ikram Ranjah (Mutter Amtul Aziz ist vor drei Jahren verstorben) erinnert an den Orient. Überall liegen Teppiche, an den Wänden hängen goldgerahmte Bilder, auf denen Männer mit hohen Turbanen angebildet sind, selbst ein paar arabische Schriftzüge finden sich an den Wänden, die von rechts nach links gelesen werden. "Was ich jedoch erst in meinem Studium gelernt habe", gesteht der weltoffene Oftersheimer. Bildung war Adnan Ranjahs Eltern von jeher wichtig. Ihren Kindern sollten alle Möglichkeiten offen stehen.
"Die Menschen sind zufrieden"

Umso überraschter zeigte sich der junge Mann mit Migrationshintergrund, als er seine Heimat zuletzt vor drei Jahren besucht hat. "Da habe ich die Unterentwicklung dort erstmals realisiert", gesteht er. In den ärmeren Vierteln bauten sich die Menschen aus Ziegelsteinen kleine Hütten, es gebe keine gepflasterten Straßen, überall liege Müll rum, "und dennoch sind die Menschen glücklich und zufrieden." Die Lebensfreude und Gastfreundlichkeit der Pakistaner seien besonders beeindruckend. "Viele denken ja, Pakistan ist ein Terroristenland, in dem jeder eine Bombe in der Hosentasche trägt", sagt Adnan Ranjah mit einem Schmunzeln. Dabei sei das Land mit seiner landwirtschaftlichen Vielfalt wunderschön. Und die Menschen innovativ. "Dadurch, dass sie wenig haben, nehmen sie ihr Leben selbst in die Hand und werden kreativ", lässt er uns an seinen Erlebnissen teilhaben.

Und dennoch hat ihn bei seiner letzten Reise das Heimweh nach Deutschland gepackt - ein Stück weit sogar nach der deutschen Pünktlichkeit. "Wir haben dort acht Stunden auf einen Zug gewartet und wussten nicht, ob er überhaupt noch kommt. So etwas ist in Pakistan Alltag", für den in Deutschland aufgewachsenen Pakistaner jedoch unbegreiflich. Ein weiteres großes Problem sei der Strom. Stromausfall gebe es in Pakistan täglich. "Aber das Leben läuft", bewundert er die Menschen, die sich davon nicht unterkriegen lassen.

Gibt es auch Dinge, die Adnan Ranjah in Deutschland vermisst? "Ja, das Zusammenleben in Pakistan ist viel intensiver. Dort leben Kinder, Eltern, Großeltern und Urgroßeltern unter einem Dach und wenn gefeiert wird, ist das kein reines Familienfest. Da sind dann alle auf der Straße und feiern zusammen", erzählt er und erinnert sich noch gut an einen Tag, an dem im Fernsehen ein Cricketspiel zwischen den Erzfeinden Pakistan und Indien übertragen wurde. "Da saßen bestimmt hundert Leute vor einem Mini-Fernseher, von dem die meisten nicht mal etwas gesehen haben", sagt er lachend.
Leidenschaft für Bücher

Für den pakistanischen Nationalsport Cricket kann sich Adnan Ranjah begeistern. "Früher habe ich selbst sehr viel gespielt", erinnert sich der Sportfan, der noch eine weitere große Leidenschaft hat: Bücher - egal ob auf Deutsch oder Urdu.

Dass der junge Mann in Deutschland zu Hause ist, kann er nicht leugnen. Adnan Ranjah ist hier angekommen. Ein Leben in Pakistan? Für ihn unvorstellbar, selbst wenn eines dort auf jeden Fall besser sei: "Die pakistanische Küche", sagt er und deutet auf die Teigtaschen in der Schale auf dem Tisch, sogenannte "Samosas" mit einer Kartoffelfüllung. Würzig und scharf schmecken sie und sind für den 23-Jährigen vor allem eins: Teil seiner Wurzeln, die bis nach Südasien reichen.

Hinweis: Dieser Inhalt ist lediglich ein Verweis auf einen extern (nicht auf dieser Website) veröffentlichten Medienbericht. Die Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland übernimmt in inhaltlichen Angelegenheiten zu diesem Artikel keine Verantwortung.

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