Die Anschuldigung, dass der Heilige Prophet (SAW) 700 Juden ermorden ließ, ist historisch nicht korrekt. Tatsächlich war es nicht der Heilige Prophet (SAW) selbst, der eine solche Anordnung traf, sondern Saad bin Muadh, ein Mitglied des Stammes Banu Aus, der mit dem Stamm Banu Quraizah verbunden war.

Dieses Ereignis ereignete sich nach der Grabenschlacht, als die Mekkaner Medina belagerten und schließlich abzogen. Der jüdische Stamm Banu Quraizah hatte sich während der Grabenschlacht mit den Mekkanern verbündet, was ein klarer Bruch der in der Charta von Medina festgelegten Regeln darstellte.

Der Heilige Prophet (SAW) hatte dem jüdischen Stamm Banu Quraizah bereits einmal verziehen und überließ in diesem Fall die Entscheidung Saad bin Muadh, der gemäß der Lehre der Thora entschied, die Beteiligten für ihren Verrat zu bestrafen. Im 5. Buch Mose 20:10-18 wird für solche Vergehen die Ermordung aller beteiligten männlichen Personen ausgesprochen. Es sei verdeutlicht, dass die Juden die freie Wahl hatten, sich vom Propheten (saw) bestrafen zu lassen oder ihrem eigenen Buch zu folgen. Sie entschieden sich für das eigene Buch und erhielten entsprechend ihres Verrats die Todesstrafe.