In Medina lebten zur Zeit des Propheten Muhammad mehrere jüdische Stämme, darunter die Stämme der Banu Qaynuqa, Banu Nadir und Banu Qurayza. Die Beziehungen zwischen diesen Stämmen und den Muslimen wurden durch die Charta von Medina, klar definiert. Jeder hatte seine Rechte und Pflichte. Die drei jüdischen Stämme brachen jedoch nacheinander ihre Verpflichtungen, welche zum Frieden beitragen sollten.
Banu Qaynuqa: Nachdem es zu Spannungen und Konflikten gekommen war, wurden die Banu Qaynuqa aus Medina vertrieben. Dies geschah nach einer Reihe von Vorfällen, worunter auch sexuelle Belästigungen seitens des jüdischen Stammes an einer muslimischen Frau sowie Ermordung von Muslimen dazu beitrugen, die Banu Qaynuqa aufgrund ihres Vertragbruchs ins Exzil zu verweisen.
Banu Nadir: Nachdem die Muslime mehrere Schlachten gegen die Mekkaner gewannen, verbündete sich dieser jüdische Stamm mit den Mekkanern und versuchte dadurch eine eigene politische Macht zu werden. Nachdem diese vom Propheten (saw) konfrontiert wurden, schmiedeten sie einen Plan zur Ermordung des Propheten (saw). Nach diesem Verhalten wurde auch dieser jüdische Stamm auf eine sehr barmherzige Art und Weise vom Propheten (saw) ins Exzil geschickt.
Banu Qurayza: Nachdem die Banu Qurayza sich mit dem Feind zusammenschlossen und muslimische Frauen heimtückisch attackieren wollten, während die muslimischen Männer gegen die Mekkaner kämpften, wurden diese für ihren Verrat zur Rechenschaft gezogen. Sie lehnten ein Urteil des Propheten (saw) ab und entschlossen sich gemäß ihrem eigenen Buch, der Thora, verurteilt zu werden. Entsprechend erhielten sie die Todesstrafe.