Hadhrat Khalifat-ul Masih V (aba) sagte:
Der Verheißene Messias (as) hat uns hierfür eine sehr einfache Methode gelehrt. Er sagte, dass man einen Gesichtsausdruck annehmen sollte, als würde man weinen. Wenn ein Mensch äußerlich bestimmte Gesichtsausdrücke zeigt, um eine bestimmte Emotion widerzuspiegeln, beginnen sich diese beabsichtigten Gefühle auch im Inneren des Herzens zu entwickeln. Wenn man daher den Gesichtsausdruck eines Weinenden annimmt und während der Rezitation der Sure al-Fatiha die Worte
اِيَّاكَ نَعۡبُدُ وَإِيَّاكَ نَسۡتَعِيۡنِ
Dir allein dienen wir und zu Dir allein flehen wir um Hilfe.‘ (1:5)
immer wieder wiederholt und über ihre Bedeutung nachsinnt, wird man schon bald tatsächlich zu weinen beginnen. Wenn man anfängt zu weinen und sich im Herzen ein Zustand tiefer Gefühle und innerer Inbrunst entwickelt, wird man beginnen, Freude und Gefallen am Gebet zu empfinden. Wenn man dann in den Ruku‘ geht und Bittgebete spricht, wird man auch darin Freude empfinden. Ebenso wird man, wenn man ‚Sami‘allahu …‘ [‚Allah hört …‘] sagt und sich nach dem Ruku‘ wieder aufrichtet, erneut Freude verspüren. Und wenn man in die Sajda (Niederwerfung) geht, wird die Seele von einer tiefen Sehnsucht ergriffen und man wird auch in diesem besonderen Zustand eine ganz eigene Freude empfinden. Daher muss ein Mensch die äußerlichen Ausdrucksformen annehmen, die erforderlich sind, um den gewünschten inneren Zustand zu erreichen. Dies kann jedoch nur durch ernsthafte Anstrengung und beständiges Bemühen erreicht werden. Wenn man sich auf diese Weise bemüht, wird man weiterhin Freude und Gefallen am Gebet empfinden. Und wenn ein Mensch diese Freude und dieses Wohlgefühl einmal erfahren hat, wird er immer wieder danach streben, weinend vor seinem Herrn zu stehen, um diese Freude und diesen Zustand erneut zu erleben. Die Freude, die man dadurch erlangt, dass man in der Sajda vor Allah weint, ist weitaus größer als jede andere Freude."