Der Islam räumt den Juden einen besonderen Status ein, nämlich den der Ahl al-Kitab (Volk der Schrift). Die Heiligen Schriften der Juden und Christen werden als von Gott gesandte Bücher angesehen. Der Islam ruft die Ahl al-Kitab dazu auf, die gemeinsamen Lehrsätze zwischen ihren Religionen und dem Islam zu betrachten. Darüber hinaus lehrt der Islam, dass man mit den Ahl al-Kitab auf die beste Art und Weise, nämlich mit Argumenten und Dialog, streiten soll, und nicht mit Waffen oder Fäusten.

Im Qur'an gibt folgende Verse, die dies belegen:

„Er hat herabgesandt zu dir das Buch mit der Wahrheit, bestätigend das, was ihm vorausging; und vordem sandte Er herab die Thora und das Evangelium als eine Richtschnur für die Menschen.” 3:4

„Sprich: „O Volk der Schrift, kommt herbei zu einem Wort, das gleich ist zwischen uns und euch: dass wir keinen anbeten denn Allah und dass wir Ihm keinen Nebenbuhler zur Seite stellen und dass nicht die einen unter uns die anderen zu Herren nehmen statt Allah.“ Doch wenn sie sich abkehren, dann sprecht: „Bezeugt, dass wir uns (Gott) ergeben haben.“” 3:65

„Und streitet nicht mit dem Volk der Schrift, es sei denn in der besten Art; doch (streitet überhaupt nicht) mit denen von ihnen, die ungerecht sind. Und sprecht: „Wir glauben an das, was zu uns herabgesandt ward und was zu euch herabgesandt ward; und unser Gott und euer Gott ist Einer; und Ihm sind wir ergeben.“ 29:47