Im Islam ist der Gehorsam gegenüber dem Gesetz des Landes eine religiöse Pflicht. Der Qur’an befiehlt den Muslimen, nicht nur Allah und dem Propheten Muhammad(sa) treu zu bleiben, sondern auch der Autorität, unter der sie leben:

> O die ihr glaubt, gehorcht Allah und gehorcht Seinem Gesandten und denen, die unter euch in Autorität sind. (Kapitel 4, Vers 60)

Jedes Land oder jede Regierung, die Religionsfreiheit für Anhänger verschiedener Glaubensrichtungen (nicht nur des Islam) garantiert, verdient Loyalität. Der Prophet Muhammad(sa) betonte diesen Punkt, als er sagte:

> „Wer seiner Autorität gehorcht, gehorcht mir. Wer seiner Autorität nicht gehorcht, gehorcht mir nicht.“ (Muslim)

Das gegenwärtige Oberhaupt der weltweiten Ahmadiyya Muslim Gemeinde, Hazrat Mirza Masroor Ahmad(aba), hat ebenfalls erklärt:

> „Ein wahrer Muslim kann niemals seine Stimme im Hass gegen seine Mitbürger erheben, noch gegen die regierende Autorität oder die Regierung der Zeit. Es ist die Verantwortung eines wahren Muslims, loyal zu bleiben und sich vollständig an die Gesetze des Landes zu halten, dessen Untertan er ist.“ (Baitul Futuh Einweihungsfeier, 11. Oktober 2003)

Dies macht deutlich, dass Muslime laut Islam das Gesetz des Landes befolgen müssen, da alles andere bedeuten würde, dass sie ihrem Propheten oder ihrer Religion nicht gehorchen.