Das Ziel der Scharia ist es, den Sinn des Lebens zu verwirklichen und die spirituelle Entwicklung des Menschen zu fördern, bis er Gotteserkenntnis erlangt. Gemäß dem Koran wird dieser Zweck in Sure 51:57 deutlich gemacht:

„Und ich habe die Dschinn und die Menschen nur darum erschaffen, dass sie Mich anbeten.“

Dieses Gebot unterstreicht die zentrale Rolle der Anbetung und Hingabe an Allah im Leben eines jeden Gläubigen. Die spirituelle Entwicklung, die durch die Einhaltung der Scharia gefördert wird, zielt darauf ab, die Gläubigen in ihrer Beziehung zu Allah zu stärken und ein tiefes Verständnis und Bewusstsein für die göttliche Gegenwart zu erlangen.

Darüber hinaus wird die Struktur der Scharia in zwei große Teile unterteilt: die Pflichten gegenüber Allah und die Pflichten gegenüber den Mitmenschen. Diese Zweiteilung wird von Hz. Mirza Ghulam Ahmad (RK 12, S. 353) hervorgehoben:

„Die Scharia hat zwei große Teile: Pflichten gegenüber Allah und Pflichten gegenüber Menschen.“

Diese duale Struktur der Scharia verdeutlicht, dass die islamische Gesetzgebung nicht nur die spirituelle Dimension des Lebens betrifft, sondern auch die ethischen und sozialen Beziehungen zwischen den Menschen regelt. Pflichten gegenüber Allah umfassen Aspekte wie das Gebet, das Fasten und die Pilgerfahrt, während die Pflichten gegenüber den Menschen Prinzipien der Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und sozialer Verantwortung beinhalten.

Zusammengefasst, ist das Ziel der Scharia, die Gläubigen zu einem Leben in Übereinstimmung mit den Geboten Allahs zu führen, wodurch sie sowohl ihre Beziehung zu Allah vertiefen als auch harmonische und gerechte Beziehungen zu ihren Mitmenschen pflegen.