Allah sagt im Heiligen Qur'an:
„Gewiss, wer sie lauterer werden lässt, der wird Erfolg haben.“ (Heiliger Qur'an, 91:10)
Dies bedeutet, dass derjenige, der seine Seele reinigt, Erlösung findet. Mit anderen Worten, wer um Gottes willen jede Form von selbst erfundenem Glauben, Sünden, Gottlosigkeit und niederen Begierden aufgibt; wer auf egoistische Vergnügungen verzichtet und stattdessen Mühsal auf dem Wege Gottes vorzieht; wer Gott den Vorrang gibt und dafür die Welt und ihre Annehmlichkeiten aufgibt – ein solcher Mensch hat wahrhaft Erlösung erlangt.
Weiterhin sagt Allah:
„Und wer sie in Verderbnis hinabsinken lässt, der wird zuschanden.“ (Heiliger Qur'an, 91:11)
Wer hingegen seine Seele verunreinigt und sich den weltlichen Dingen zuneigt, wird zu Staub zerfallen. Diese beiden Verse fassen alle Lehren des Heiligen Qur'an zusammen und verdeutlichen, auf welche Weise der Mensch zu Gott finden kann.
Es ist eine klare und feststehende Tatsache, dass der Mensch Gott nicht finden kann, solange er den Missbrauch seiner ihm gegebenen Fähigkeiten nicht unterlässt. Wer der Unreinheit dieser Welt entkommen und eine Beziehung zu Gott herstellen möchte, muss daher auf weltliche Vergnügungen verzichten. Denn andernfalls gilt:
„Du begehrst sowohl Gott als auch diese erbärmliche Welt; dies ist Wunschdenken, vielmehr Unmöglichkeit, ja Wahnsinn.“
Die menschliche Natur an sich ist weder böse noch sind Dinge an sich schlecht; vielmehr macht ihr falscher Gebrauch sie schlecht. Zum Beispiel ist Zurschaustellung an sich nicht schlecht. Wenn jemand eine gute Handlung einzig und allein um Gottes willen ausführt und damit andere motiviert, ebenfalls Gutes zu tun, dann ist selbst diese Zurschaustellung tugendhaft.
(Ruhani Khazain, Bd. 20, S. 485–486)