1 „O die ihr glaubt! Neh-
"O die ihr glaubt! Nehmt nicht die Juden und die Christen zu Freunden. Sie sind Freunde gegeneinander. Und wer von euch sie zu Freunden nimmt, der gehört fürwahr zu ihnen. Wahrlich, Allah weist nicht dem Volk der Ungerechten den Weg.“ 5:52
Der Heilige Quran spricht über bestimmte Juden und Anhänger der Ahl al-Kitab mit einem härteren Wortlaut, welcher differenziert und im Kontext zu betrachten ist. Eine Verallgemeinerung widerspricht den zuvor genannten Versen. Einer der angeführten Verse ist ein Beispiel dafür. Betrachtet man den Kontext des Verses, erkennt man, dass es sich hierbei nur um eine bestimmte Gruppe von Juden handelt, nämlich solche, die über den islamischen Glauben spotten und den Gläubigen keinerlei Respekt erweisen.
Als der Heilige Prophet (SAW) nach Medina auswanderte, ging er mit den dort sesshaften Juden eine vertragliche Abmachung ein. In dieser Abmachung hieß es, dass Juden und Muslime in Harmonie und Treue zusammenleben und dass sie sich nicht gegenseitig mit Gewalt und Unrecht konfrontieren. Es wurde festgelegt, dass jeder die Religionsfreiheit besitzt (Mirza Bashir Ahmad: Seerat Khatam an-Nabiyyin, S. 311).
Außerdem wird überliefert, dass der Heilige Prophet (SAW) saß und vor ihm ein Trauerzug eines Juden vorbeiging, worauf er sofort aufstand. Als er angesprochen wurde, dass es sich um den Leichnam eines Juden handelt, antwortete er: "Ist er denn kein Mensch?" (Bukhari). Dies verdeutlicht den erwiesenen Respekt des Propheten (SAW) gegenüber der jüdischen Gemeinschaft.