Der Vorwurf, dass der Islam zwischen Gläubigen und Ungläubigen spaltet, beruht auf einem Missverständnis der Begriffe und ihrer theologischen Bedeutung. Die Präsentation zeigt, dass der Begriff „Kaafir“ aus der Wurzel *ک ف ر* stammt, was „verbergen“ oder „ablehnen“ bedeutet. In der islamischen Theologie bezeichnet er Menschen, die grundlegende Wahrheiten des Islam – wie die Einheit Gottes oder das Prophetentum Muhammads (saw) – nicht anerkennen.
Wichtig ist, dass diese Unterscheidung nicht mit einer abwertenden oder feindseligen Haltung gleichzusetzen ist. Vielmehr spiegelt sie eine theologische Klassifikation wider, die in vielen Religionen existiert. Auch im Christentum oder Judentum gibt es Begriffe für Menschen außerhalb des eigenen Glaubenssystems.
Zusammenfassend stellt die Unterscheidung zwischen Gläubigen und Ungläubigen keine Spaltung im politischen oder sozialen Sinne dar, sondern eine theologische Kategorisierung. Der Islam fordert ausdrücklich zum friedlichen Zusammenleben mit Andersgläubigen auf und erlaubt keine Diskriminierung allein aufgrund des Glaubens.