Da der Islam eine Religion ist, die die Menschen zur moralischen Vervollkommnung führen und das Wohl der gesamten Menschheit fördern soll, ist es die Pflicht jedes Muslims, ein Segen für seine Mitmenschen zu sein. Im Heiligen Koran heißt es:

„Ihr seid das beste Volk, hervorgebracht zum Wohl der Menschheit; ihr gebietet das Gute und verwehrt das Böse und glaubt an Allah.“ (3:111)

Dieser Vers verdeutlicht, dass ein gläubiger Muslim stets zum Wohl seiner Mitmenschen leben soll. Jede Handlung, die anderen zugutekommt, erfüllt diese Pflicht und ist Teil der islamischen Sozialphilosophie.

Der Begründer des Islam, der Heilige Prophet Muhammad (Frieden und Segnungen Allahs seien auf ihm), sagte: „Der Führer eines Volkes ist ihr Diener.“ (Überliefert in „Ibn-e-Maja“)

Auch hier wird betont, dass die Hauptaufgabe eines Oberhauptes im Dienst an seinen Mitmenschen besteht. Der Koran erklärt weiter:

„… und wenn jemand einem Menschen das Leben erhält, so soll es sein, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten.“ (5:33)

Dieser Vers unterstreicht die immense Bedeutung von Taten, die das Leben eines Menschen retten. In der heutigen Zeit geschieht dies etwa durch finanzielle Unterstützung oder durch Blut-, Organ- und Gewebespenden. Der Islam hebt den Wert solcher Taten hervor, indem er sie mit dem Retten der gesamten Menschheit gleichsetzt.

Alles, was dem Wohl der Menschen dient und sie vor Schaden bewahrt, ist eine zentrale Lehre des Islam und ein göttliches Gebot für jeden Muslim.