Ein weiterer Grund, warum Führungsrollen wie die des Imams meist Männern zukommen, liegt in der Förderung der Familie durch den Islam, der eine partielle Arbeitsteilung vorsieht. Die Rolle der Mutter wird im Islam hoch geachtet. Der Prophet Muhammad (Friede sei mit ihm) lehrte, dass „das Paradies unter den Füßen der Mütter liegt“. Dies betont die zentrale Rolle der Mutter in der Erziehung und Bildung der Kinder. In der frühen Kindheit spielen Mütter eine unverzichtbare Rolle. Stillen, das nur Frauen möglich ist, hat nachweislich gesundheitliche Vorteile und schafft eine enge Bindung zwischen Mutter und Kind. Der Vater kann und sollte aktiv beteiligt sein, doch die primäre Bindungsperson ist in der Regel die Mutter. Während die Mutter diese Aufgabe erfüllt, muss jemand die finanzielle Verantwortung übernehmen – meist der Vater. In einer Familie mit mehreren Kindern kann die Mutter oft über Jahre hinweg zu Hause bleiben, um die Kinder zu betreuen. Der Vater übernimmt in dieser Zeit die Hauptverantwortung für das Einkommen. Das bedeutet nicht, dass Frauen nicht arbeiten können, sondern dass ihre Hauptaufgabe in den frühen Jahren des Kindes im Bereich der Fürsorge liegt.