Betrachten wir nun den zweiten Zeitabschnitt, als Jesus am Kreuz hing. Die Zeit, während der Jesus am Kreuz hing, betrug gemäß Johannes (19 : 14) drei Stunden und gemäß Markus (15 : 33) sechs Stunden, also ein Zeitabschnitt, der in der Regel nie hätte genügen können, einen jungen und kräftigen Mann wie Jesus am Kreuz sterben zu lassen, denn gewöhnlich betrug die Zeitdauer, bis zu drei Tage. Auch aus diesem Grund wunderte sich der sehr erfahrene Pilatus über den angeblichen frühzeitigen Tod Jesu:

„Pilatus war erstaunt zu hören, dass Jesus schon gestorben war.“ (Mk. 15 : 44)

Ferner teilt uns die Bibel mit, dass, als die Seite von Jesus mit einer Lanze durchstochen wurde, daraus Blut und Wasser hervorkam. Es ist unmöglich, dass Blut aus einem toten Körper herausfließt. Wir müssen daraus folgern, dass Jesus noch lebte und sich in einem Zustand der Bewusstlosigkeit befand. Gott hatte ihn auf diese Weise gerettet. Im Koran heißt es diesbezüglich:

“Und sie planten, auch Allah plante; und Allah ist der beste Planer.” (5:33)

Sprich, die Juden planten, Jesus zu töten, doch Gott plante, Jesus zu retten und Gott ist der beste Planer. Ein weiterer Indikator seines Überlebens ist, dass im Gegenteil der beiden Verbrecher, die ebenfalls neben Jesus gekreuzigt wurden und deren Beine gebrochen wurden. Dies war nicht der Fall bei Jesus, obwohl dies eine normale Prozedur war, um den sicheren Tod eines Verurteilten zu kontrollieren, wenn dieser nicht lang genug am Kreuz hing. Ferner wird überliefert, dass ein Unwetter aufzog, der die Römer zwang, den Berg zu verlassen.