Hadhrat Khalifat-ul Masih V (aba) sagte:
„Neben den Bestimmungen darüber, was erlaubt oder verboten ist, lehrt der Islam auch, dass manche Dinge gut und rein (tayyib) oder nicht tayyib sind und dass manche Dinge als sinnlos oder nichtig (laghw) gelten. Die Gewohnheit, dass Mädchen sich die Ohren und die Nase piercen lassen, um Schmuck zu tragen, besteht seit jeher, und daran ist grundsätzlich nichts Falsches oder Verbotenes. Allerdings ist es unerwünscht und unsinnig, wenn Jungen sich sogar die Ohren oder die Nase piercen lassen.
Alles hat seine Grenzen. Wenn man diese Grenzen überschreitet, kann selbst eine grundsätzlich erlaubte Handlung manchmal in die Kategorie des Verbotenen oder des laghw fallen, was den Gläubigen untersagt wurde. (Sure al-Mu’minun, 23:4) In jedem Fall ist es unanständig und widerspricht der Scharia, die Brustwarzen und andere Körperteile piercen zu lassen, die der Islam zu bedecken vorgeschrieben hat. Darüber hinaus kann das Piercen der Zunge sowie innerhalb und um die Lippen herum zu verschiedenen Krankheiten und Infektionen führen. Daher ist es meiner Ansicht nach selbst für Frauen nur erlaubt, sich die Nase und die Ohren zum Tragen von Schmuck piercen zu lassen, wobei gleichzeitig die Grenzen des Purdah eingehalten werden müssen. Alles, was darüber hinausgeht, würde selbst für Frauen als laghw und verboten gelten.“
(Ürbersetzt aus dem Englischen von: https://www.alhakam.org/answers-to-everyday-issues-part-42)