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Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen
Muslime, die an den Verheißenen Messias und
Imam Mahdi, Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad
Qadiani (as), glauben.

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Muslime, die an den Verheißenen Messias und Imam Mahdi,
Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad Qadiani (as), glauben.
Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen

Vermeidung von Unrecht und Veruntreuung

Begeht kein Unrecht

Die zweite Bai'at-Bedingung untersagt des Weiteren das Begehen von Unrecht. Im Heiligen Qur’an heißt es:

 

„Doch werden die Parteien unter ihnen in Zwietracht verfallen. Drum wehe den Ungerechten ob der Strafe eines schmerzlichen Tages!“ (43:66)

 

Hadhrat Jabirra berichtet, dass der Heilige Prophetsaw sagte:

 

„Begeht kein Unrecht, denn das Unrecht wird am Tag des Jüngsten Gerichts als Finsternis auftauchen. Hütet euch vor Habgier, Geiz und Boshaftigkeit, denn Habgier, Geiz und Boshaftigkeit haben zur Vernichtung früherer Völker geführt. Es hat sie zum Blutvergießen und zur Schändung heiliger Gegenstände verleitet.“ (Masnad Ahmad bin Hanbal, Bd. III, S. 323)

 

Jemanden seines Rechtes zu berauben, ist auch Unrecht. Hadhrat Abdullah bin Mas’udra berichtet, dass er den Heiligen Prophetensaw fragte:

 

„O Gesandter Gottes, welches ist das größte Unrecht, das man begehen kann? Der Heilige Prophetsaw antwortete: ‚Das größte Unrecht ist, wenn ein Mensch auch nur eine Armlänge von dem Grundstück seines Bruders unterschlägt. Selbst ein einzelner Kieselstein, den er sich unrechtmäßig einverleibt hat, wird am Tag des Jüngsten Gerichts mitsamt den darunter befindlichen Erdschichten als Joch um seinen Hals gehängt werden; und niemand kennt die Tiefe der Erde außer dem, Der sie erschaffen hat‘.“ (Masnad Ahmad bin Hanbal, Bd. I, S. 396, herausgegeben in Beirut)

 

Manche Menschen, die die Rechte ihrer Brüder, Schwestern und Nachbarn nicht achten oder bei Zerwürfnissen das Vermögen anderer sich zu Unrecht einverleiben oder Grundstücke besetzen, sollten einmal darüber nachdenken. Nach unserem Bai'at-Gelübde als Ahmadis haben wir uns verpflichtet, nicht die Rechte anderer zu missachten und niemandem Unrecht zuzufügen. Wir sollten uns nun ganz besonders vor Gott fürchten. In einem Hadith berichtet Hadhrat Abu Hurairahra, dass der Heilige Prophetsaw sagte:

 

„‘Wisst ihr, wer ein armer Mensch ist?‘ Wir antworteten: ‚Ein Mensch, der weder Geld noch Mittel besitzt.‘ Der Heilige Prophetsaw bemerkte: ‚Ein armer Mensch aus meiner Gefolgschaft ist derjenige, der am Tag des Jüngsten Gerichts zwar das Gebet, das Fasten, das Almosen usw. als Taten vorzuweisen haben wird, doch er wird einen anderen beschimpft, jemanden verhöhnt, das Vermögen eines anderen verschlungen, jemanden zu Unrecht getötet oder geschlagen haben. Darum werden die guten Taten dieses Menschen den vormals Unterdrückten übertragen. Und wenn alle guten Taten des Menschen aufgebraucht sind, noch bevor alle Entrechteten ihr Recht erhalten haben, so werden die Sünden dieser Menschen ihm aufgebürdet. Und so wird er, anstatt ins Paradies zu gelangen, in die Hölle geschickt werden. Das ist der im wirklichen Sinne arme Mensch‘.“ (Muslim, kitab-ul-birr was-silah, Kapitel tahreem-iz-zulm)

 

Nun überlegen Sie einmal, denken Sie darüber nach, jeder von uns sollte sich Gedanken darüber machen. Jeder, der solch eine Tat begangen hat, muss sich besonders fürchten. Möge niemand von uns in solch ärmlichem Zustand vor Gott treten müssen. Der Verheißene Messiasas schreibt:

 

„Alle Mitglieder meiner Gemeinde, die entweder hier zugegen sind oder sich anderswo befinden, sollten dieser Ermahnung ihre besondere Aufmerksamkeit schenken. Der Beitritt zu dieser Bewegung und die dadurch bedingte besondere Beziehung zu mir als meine Getreuen haben den Zweck, dass sie die höchsten Stufen des guten Benehmens, der Tugendhaftigkeit und der Rechtschaffenheit erklimmen, und dass sie mit keinerlei Unheilstiftung oder Unfug oder Verfehlung in Berührung kommen. Sie sollten alle fünf täglichen Gebete in Gemeinschaft darbringen. Sie sollten nicht lügen. Sie sollten niemanden durch ihre Zunge verletzen. Sie sollten keinerlei Untaten begehen und nicht einmal dem Gedanken an einen Unfug oder einem Unrecht oder einer Intrige oder Unheilstiftung Raum geben.

Kurzum, sie sollten jeder Art von Sünde, Übertretung, Fehlverhalten und Fehläußerung, Versuchung und unangemessener Handlung widerstehen können. Und sie sollen zu solchen Dienern Gottes werden, die reinen Herzens, harmlos und bescheiden sind. Und kein giftiger Keim sollte in ihrem Körper zurückbleiben. ... Und Wohlwollen für die gesamte Menschheit sollte ihr Prinzip sein. Und sie sollten Ehrfurcht vor Gott hegen. Und sie sollten ihre Zunge, ihre Hände und ihre Gedanken vor jedweder unreinen und Unruhe stiftenden Benutzung und vor Veruntreuung bewahren. Und sie sollten die fünf täglichen Gebete mit äußerster Sorgfalt darbringen. Und sie sollten sich von Unterdrückung, Unrecht, Unterschlagung, Bestechung, Entrechtung und ungerechter Parteilichkeit fernhalten. Sie sollten sich nicht in schlechter Gesellschaft aufhalten.

Und wenn sich herausstellt, dass ein Mensch, mit dem sie regelmäßig in Kontakt stehen, die Vorschriften Gottes nicht einhält, ... oder dass er die Rechte anderer nicht achtet, oder dass er ein gewalttätiger, niederträchtiger und ungesitteter Mensch ist, oder dass er durch regelmäßige unberechtigte und grundlose Beschimpfung, Beleidigung, Verleumdung, Denunzierung und Anschuldigung desjenigen, dessen Getreue ihr durch euer Bai'at geworden seid, die Diener Gottes fehlleiten will, so wird es eure Pflicht sein, dieses Übel aus eurer Mitte zu entfernen und einen solch gefährlichen Menschen zu meiden. Und ihr solltet nicht danach trachten, dem Mitglied irgendeiner Religion oder irgendeines Volkes oder irgendeiner Gruppe einen Schaden zuzufügen. Und werdet zum ehrlichen Ratgeber für jedermann. Und es sollten Niederträchtige, Verbrecher, Unruhestifter und Ungesittete keinen Platz in euren Versammlungen finden, noch solltet ihr ihnen Unterkunft in euren Häusern geben; denn sie werden euch früher oder später zum Stolpern bringen.“

 

Ebenso führt der Verheißene Messiasas aus:

 

„Dies sind die Punkte und Bedingungen, auf die ich von Anbeginn an hingewiesen habe. Jedes Mitglied meiner Gemeinde ist verpflichtet, jede dieser Ermahnungen zu befolgen. Und in euren Versammlungen sollten keinerlei Unreinheit oder Hohn oder Spott stattfinden. Und wandelt mit einem guten Herzen, reinem Wesen und mit reinen Gedanken auf der Erde. Und denkt daran, dass nicht jedes Übel bekämpfenswert ist. Deshalb eignet euch des Öfteren die Eigenschaft der Milde und Nachsicht an, und zeigt Geduld und Langmut. Und greift niemanden zu Unrecht an. Und zügelt euer Temperament. Und wenn ihr euch an einer Diskussion oder religiösen Debatte beteiligt, so benutzt eine sanfte Wortwahl und bleibt höflich. Und wenn jemand euch mit Unfreundlichkeit entgegnet, so verlasst eine solche Sitzung alsbald mit einem „Salam“. Und wenn ihr belästigt und beschimpft werdet und schlimme Worte über euch benutzt werden, so gebt Acht, dass ihr Torheit nicht mit Torheit bekämpft, sonst werdet ihr zu ebensolchen werden.

Gott wünscht euch zu einer solchen Gemeinde zu machen, die für die gesamte Welt zu einem Exempel an Rechtschaffenheit und Güte wird. Darum entfernt umgehend einen solchen Menschen, der ein Beispiel an Schlechtigkeiten, Unfug, Unruhestiftung und schlechtem Charakter ist, aus eurer Mitte. Derjenige aus unserer Gemeinde, der nicht in der Lage ist, Demut, Tugendhaftigkeit, Enthaltsamkeit, Milde, sanfte Wortwahl und Höflichkeit zu praktizieren, der sollte sich schleunigst von uns trennen, denn unser Gott möchte nicht, dass solch ein Mensch unter uns weilt. Er wird gewisslich einen armseligen Tod sterben, denn er beschritt nicht den rechten Weg. Seid daher gewarnt, und werdet tatsächlich gutherzig, demütig und rechtschaffen. Ihr werdet an euren fünf täglichen Gebeten und eurem moralischen Stand erkannt werden. Und wer noch einen Keim des Bösen in sich trägt, der wird diese Ermahnung nicht einhalten können.“ (Artikel v. 29.05.1898, tabligh-e-risaalat,Bd. VII, S. 42, 43)

Begeht keine Veruntreuung

Hinsichtlich der Veruntreuung sagt Allah im Heiligen Qur’an:

 

„Und verteidige nicht diejenigen, die sich selbst betrügen. Wahrlich, Allah liebt keinen, der ein Betrüger, ein großer Sünder ist.“ (4:108)

 

In einem Hadith berichtet Hadhrat Abu Hurairahra, dass der Heilige Prophetsaw sagte:

 

„Wenn jemand eine Sache bei dir hinterlegt, so gib sie ihm wieder. Und handele auch nicht treulos an denjenigen, der treulos an dir handelte.“ (Abu Daud, kitab-ul-bayu, fi rajuli ya’khuzu haqqahu)

 

Der Verheißene Messiasas lehrt:

 

„Die zweite moralische Eigenschaft im Zusammenhang mit dem Begriff „Unterlassung des Bösen“ heißt im Arabischen Amanat oder Ehrlichkeit und Integrität. Diese besteht darin, es nicht zu dulden, böswillig das Eigentum der anderen durch Betrug zu unterschlagen und den Mitmenschen auf diese Weise Schaden zuzufügen. Die Eigenschaft der Ehrlichkeit und Integrität entspricht wiederum dem natürlichen, physischen Zustand des Menschen. Darum ist ein Säugling – der einen natürlichen Instinkt hat und der noch keine schlechten Gewohnheiten besitzt – äußerst abgeneigt, sich das Eigentum anderer anzueignen, so dass er nur mit großer Mühe dazu bewogen werden kann, die Milch einer fremden Frau zu sich zu nehmen.“ (Islami Usuul ki philosophy - Philosophie der Lehren des Islams - Ruhani Khaza’in, Bd.X, S. 344)

 

Quelle: Der 5. Khalifa der Ahmadiyya Muslim Jamaat: Mirza Masroor Ahmad, Die Bedingungen des Bai`at, Verlag der Islam, 1. Auflage, 2007, S. 51-57

Aktuelle Literatur

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